Fast wie Eisstockschießen
Trienz. (kö) Wenn man von einem Shuffleboard-Spiel hört, dann meist bei den Folgen der ZDF-Serie "Das Traumschiff", in denen das beliebte Spiel mit dem Cue (dem Schieber) gespielt wird. Mit viel Spaß, aber auch mit etwas Ehrgeiz wird Shuffleboard seit einigen Jahren auch jeden Dienstag in Trienz ausgetragen.
Nach ihrer wöchentlichen Gymnastikstunde unter Anleitung von Heinz Hagendorn rollen die Männer der AH-Abteilung des FC Trienz ihre etwa zwölf Meter lange Bahn mit dem Vereinslogo aus und verwandeln das Dorfgemeinschaftshaus quasi ins Traumschiff-Promenadendeck. "Die mobile Spielbahn mit den beiden Zielfeldern haben wir selbst mit großer Unterstützung des Vereins angeschafft", erklärt Gerhard Köbler, der sich wie seine Freunde auf das Dienstag-Vergnügen freut. Shuffleboard ist für die Männer die Alternative zum Boulespiel, dem die AH'ler über die Sommermonate frönen. "Beim Boule werden Kugeln platziert und gelegt, und hier werden halt Pucks geschoben", beschreibt Ludger Fast, der diese Winter-Alternative für die AH-Gruppe tatsächlich bei einer Kreuzfahrt entdeckt hat.
Spannend geht's vor allem zu, wenn im Team gespielt wird, denn es kann sich bis zum letzten Versuch alles ändern. Dann nämlich, wenn man die Pucks des anderen Teams aus dem Zielbereich katapultiert. Das erinnert manch einen an das traditionelle Eisstockschießen. Natürlich, erklärt das Männer-Dutzend, gibt es auch mal Diskussionen, wie ein Versuch zu werten ist - vor allem dann, wenn es um die fatale Wertung "minus 10" an der Basis des Zieldreiecks geht.
Zum Jahresfinale wurde übrigens eine Einzelwertung "ausgeshuffelt", die Karlfried Schulz knapp vor Werner Weis gewann. Im Vordergrund steht immer die Freude am Teamsport, der von den AH in Trienz seit 50 Jahren praktiziert wird. Und das auf vielfältige Weise, wie Karlfried Schulz bemerkt. Zuerst beim Fußball, dann beim Wandern, bei der Gymnastik, beim Boule oder beim Shuffleboard. "Man muss halt nur kreative Ideen und Freude an der Gemeinschaft haben".